Volkstheater nun doch im Großmarkt?

Zumindest wird auch der alternative Standort Großmarkthallen nach der Beschlussvorlage für den Stadtrat konkret ins Auge gefaßt.

“Dem Münchner Stadtrat wird empfohlen, auf Grundlage der Machbarkeitsstudie die weiteren städtischen Standortplanungen auf die alternativen Standorte „Viehhof im
Schlachthof“ und„Großmarkthallen“ auszurichten und das vorläufige Nutzerbedarfs-programm der MVT zu genehmigen.” lautet der Vorlagentext.

Die Planungen zum Standort Viehhofgelände sollen weiter vertieft werden, um ein Vorbescheidsverfahren vorzubereiten.
Gleichzeitig soll eine “Funktions- und Machbarkeitsstudie” beauftragt werden. Genauer gesagt wird das Kulturreferat beauftragt, diese Studie zu beauftragen. Klingt irgendwie halbherzig…
Soll doch gleichzeitig ein Konzept ausgearbeitet werden, “unter welchen Voraussetzungen eine Realisierung des Neubaus und die Aufnahme des Spielbetriebs des Volkstheaters bis 2020 am Standort Viehhof zu erreichen ist”.

Natürlich soll auch das, sehr großzügig ausgelegte Nutzerbedarfsprogramm (NBP) mit über 16.000 m² Geschoßfläche genehmigt werden. Ein Programm, dessen Kosten für das Stadtsäckel garnicht beziffert sind!
Denn immernoch sind die ursprünglichen Anlagen auf dem alten Stand (13.200 m²). Somit soll der Stadtrat “ins Blaue” über ein 100-Millionen-Projekt entscheiden! Wie er das der Öffentlichkeit erklären will, beibt ein interessanter Punkt.

Die Auffassung der Profis aus dem Planungsreferat (“…Insgesamt wäre jedoch … der Standort Markthallen dem Standort vorzuziehen”) sollte stärkere Berücksichtigung finden, finde ich. Das da Referat jedoch eine Entscheidung für den Viehhof “hin nimmt”, bestehen doch gewisse Zweifel am Egagement des Referates, das München eine Perspektive geben will. Oder soll? Oder was?

Da noch immer der Vorlagentext in der Tagesordnung fehlt (übrigens der einzige unvollständige TOP) und damit der Öffentlichkeit nicht vorliegt, stelle ich den interessierten Bürgern die Unterlagen zur Verfügung (siehe Kasten rechts).
An dieser Stelle herzlichen Dank an die Fraktion Freiheitsrechte, Transparenz, Bürgerbeteiligung und ihren Vorsitzenden Herrn Dr. Mattar für die Unterlagen.

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