Thema: Viehhof

Ausstellung “Perspektiven zur Entwicklung des Viehhof-Areals”

der Bachelor-Arbeiten von Architektur-Studenten der TUM, Klasse Univ.-Prof. Sophie Wolfrum: Mögliche Gestaltungen des Viehhofgeländes vom 13. Oktober bis zum 21. November im Plantreff (Blumen- Ecke Angertorstraße)


Carpaccio an Graffitti mit Gänsehaut

In der letzten BA-Sitzung (Feriensenat) kam es zur Sprache: Dem Kommunalreferat liegen diverse Anfragen zur Zwischennutzung des Viehhofgeländes vor.

Gleich mehrere Sterneköche wollen die Gaumen der Gourmets schon in diesem Winter verwöhnen. In der Anhörung wurden Namen nicht genannt, dem Vernehmen nach soll es sich um zwei Spitzenköche […] und um einen “Stadl” handeln.
[Update 28.08.14] In einem Merkur-Artikel schreibt Herr Vick, dass es Dementis von Seiten Herrn Schuhbecks und Herrn Senkels gibt und ein weiterer Interessent, da Fisch-Bäda, nicht über ungelegte Eier spricht.
Also auch noch Kaviar?[]

Da man erwarten muss, dass das Klientel zu solcherlei Veranstaltungen nicht mit Radl oder Bus, sondern im Auto kommt, liegt ein großes Augenmerk darauf, zusätzlichen Verkehr bei Anfahrt und Parkplatzsuche zu vermeiden.

Eine weitere Zwischennutzung im Mai des nächsten Jahres: Open Air mit tausend Fans von Erpelpelle.


Kein Plan, keine Ahnung und der Rat, aufs Land zu ziehen

Das ist mein Resümee der BA-Veranstaltung vom Sonntag.

Kein Plan: Besser gesagt, es gibt lt. einem Behördenvertreter derzeit noch keine Planung für das Viehhofgelände. Stimmt, es gibt tatsächlich noch kein Blatt Papier, auf dem “Plan” steht. Aber im nächsten Monat soll im Kulturausschuss der Standort Viehhof für das Volkstheater festgelegt werden. “Zu diesem Zweck bedarf es neben der Prüfung der erforderlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen auf dem Viehhof Areal weiterführender baufachlicher Planungsuntersuchungen mit dem Ziel der Ausarbeitung einer qualifizierten Kosten- und Terminschätzung.” (Beschlussvorlage vom Juli)

Planungsuntersuchungen und Schätzungen gibt’s also erst Ende September. Ach so.

Kein Ahnung: Das war die Antwort auf die simple Frage, wieviele Wohnungen von den Studierenden geplant wurden. Auch die Erklärung zur sogenannten Geschossflächenzahl zeigte es überdeutlich: keine Ahnung.
Aus den Beschreibungen zu den Entwürfen: “Exklusive Wohnungen”, “besonderer Lifestyle”, “Verbindung von Implerstraße und Isar”.
Vielleicht eine Vorahnung? Ein Entwurf “hat eine dichte städtebauliche Setzung, die sich in den Stadtteil Sendling eingliedert…”.
Jawoll, denn ganz Sendling wünscht sich das Volkstheater als Nachnutzung der alten Großmarkthallen!

Der Rat, aufs Land zu ziehen: Kam von einem Besucher, der nach eigener Aussage nicht im Viertel wohnt und bezog sich darauf, dass die Stadt sich entwickelt und wem diese von Aussen hereingetragene Entwicklung -Urbanität ist immer das Zauberwort- nicht passt, der solle doch aufs Land ziehen! Diese Aussage wurde von der Mehrheit der mittlerweile noch Anwesenden fast frenetisch bejubelt. Da bleibt mancher “Ideen-Workshop’ler” wortlos zurück.

Die Entwürfe sollen in Kürze irgendwo auf stb.ar.tum.de zu finden sein und eine weitere BA-Veranstaltung soll es Ende November geben.

[Update]Auf den Seiten des BA findet sich eine Kurzfassung der Entwürfe. (pdf, ca. 1 MB)


Veranstaltung zur Zukunft des Viehhofes

Es geht also weiter: Der BA 2 lädt ein zu einer weiteren Veranstaltung zum Viehhofgelände.

Aus dem Newsletter:
“Konkret möchten wir Sie einladen zur Präsentation von Entwürfen, die
Studenten der TU gemacht haben, mit der Aufgabe das Viehhofgelände zu
beplanen.
Die Informationsveranstaltung des Bezirksausschuss 2: Ludwigsvorstadt –
Isarvorstadt (BA 2) findet statt
***am Sonntag 17. August um 16.00 Uhr***
im Zelt des Viehhof-Kinos
(Ecke Tumblingerstr / Ruppertstr)
Ausstellung und Diskussion von Studentenarbeiten
mit BA-Mitgliedern und Univ.-Prof. Sophie Wolfrum

***Davor, um 15.00 Uhr Führung über das Gelände**”


Neue StuDIE zum Standort Viehhof

Meine persönliche StuDIE zum Standort des Volkstheaters (MVT) wurde nicht von der Stadt beauftragt und finanziert, sondern ist durch Stundenlanges Diskutieren, Informieren und Eruieren entstanden.

Das Ergebnis:
Ein Bühnenturm von 27 Metern Höhe an dem vorgeschlagenen Standort an der Ecke Zenetti- und Tumblingerstraße dürfte sich nur schwer verwirklichen lassen. Der Grund hierfür könnte in den erforderlichen Abstandsflächen liegen.
Konsequenz: Das ganze Bauwerk könnte weiter von der Straße in das Gelände rücken und würde somit eine noch größe Fläche erforden, sodass noch weniger Raum für andere Nutzungen bliebe. Außerdem könnte dieser Turm im weiteren Verlauf des Projektes und für alle zukünftigen Bauprojekte als “umliegende Bebauung” zu werten sein und für ein fast unbegrenztes Höhenwachstum sorgen. 9 bis 10 Geschosse könnten somit zur Regel, statt zur Ausnahme werden.

Aufgrund der vorliegenden Planung des Büros DU Diederichs sollte ja im Kulturausschuss beschlossen werden, nurmehr den Viehhof als Standort weiterzuverfolgen. Vielleicht liegt der verwaltungsinterne Abstimmungsbedarf, der zur Verschiebung der Entscheidung geführt hat, in den oben beschriebenen Punkten begründet?
Die beteiligten Referate sollten ihre Expertise einbringen, um einen Eklat zu vermeiden! Einen Eklat, wie bei der ersten Planung zur neuen Großmarkthalle, als die Händler gegen den Entwurf des oben genannten Planungsbüros Strum liefen und eine erneute Planung erforderlich wurde.
Das Planungsbüro war in den letzten Jahren häufig für die Landeshauptstadt mit unterschiedlichen Aufgaben in verschiedenen Projekten tätig: Von den Kammerspielen über München Stift bis zum St.-Jakobs-Platz und zum Großmarkt.

Und nun also das Volkstheater.


Volkstheater-Entscheidung im Kulturausschuss!
Das Ende des Bürgerwillens?

Am Donnerstag, den 17. Juli um 14:00h wird wohl im Kulturausschuss des Stadtrates der Sack zu gemacht: Es soll beschlossen werden, das Viehhofgelände als zukünftigen Standort fix zu machen.

Das widerspricht allen Statements zur allseits so hoch gelobten Ideen-Werkstatt aus dem Mai. Planungsreferat und Kommunalreferat haben Interesse an der Meinung der Bürger geheuchelt, das Kulturreferat würgt dies alles ab und will Nägel mit Köpfen machen.

Und: Ein Anhörungsrecht des Bezirksausschusses besteht nicht!

Alle Infos aus dem Ratsinformationsystem (RIS) gibt’s hier.


“Meistnützend, nicht meistbietend”

das sollte die Devise der Stadt bei den Überlegungen zur Nutzung des Viehhofgeländes sein.
Nur so lassen sich die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger berücksichtigen. Damit wir später nicht hören müssen, es sei dem Steuern zahlenden Bürger nicht zu vermitteln, dass städtische Grundstücke unter dem Marktwert verkauft werden…
Wir sind gespannt, wie der Bezirksausschuss im Sinne der Bewohner weiter vorgeht, um deren Interessen zu vertreten.


BA-Veranstaltung

IdeenWerkstatt_kl

Flyer zur Ideenwerkstatt

Die Neuordnung und Bebauung des Viehhofgeländes wird uns in den nächsten Jahren begleiten.

Deshalb wurde am 15.05.2014 eine Ideenwerkstatt für die Bürger vom Bezirksausschuss 2 (BA 2) und dem Münchner Forum durchgeführt. Lesen Sie hier auf den Seiten des BA 2 über die Veranstaltung und die vorläufigen Ergebnisse.