Entscheidung zum Volkstheater wieder vertagt

In der soeben erschienenen Tagesordnung zur Vollversammlung des Stadtrates am 20. November wird die Entscheidung zum MVT als abgesagt gekennzeichnet!

Weiterer Abstimmungsbedarf?
Schlechtes Gewissen?
Einsicht?

Jedenfalls wird mit der erneuten Vertagung der “beschleunigte Ablauf” des Planungsbüros, der ohnehin schon “auf Kante” genäht war, endgültig zur Makulatur!

So wird aus der Absage eine gute Gelegenheit, sich mal die Tragweite bewusst zu machen und ganz ohne künstlich erzeugten Zeitdruck nach der besten Lösung zu suchen

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Bürgerversammlung: Bürger und Bürgervertreter gegen Bürgerbeteiligung!

Am Donnerstag wurde ein Antrag zur konsequenten Bürgerbeteiligung bei der Nutzung des Viehhofgeländes mit 33:20 Stimmen unter starker Beteiligung der BA-Mitglieder abgelehnt:
“Der Stadtrat möge das Viehhofgelände freihalten von Vorfestlegungen durch Baumaßnahmen und dies bei seiner Entscheidung zum Standort des Volkstheaters berücksichtigen. Stattdessen möge er den eingeschlagenen Weg der Beteiligung der Bürger zur Nutzung des Viehhofgeländes konsequent weiter beschreiten.” Zugegeben ein wenig sperrig, aber die Thematik ist auch ziemlich komplex.

Bei etwa 50 Bürgern, die nicht mal abgestimmt haben, und nach einer Äusserung des BA-Vorsitzenden, eine Mehrheit des BA sei für das Volkstheater, ist das Ergebnis auch nicht weiter verwunderlich. Allerdings: Man hätte den Antrag lesen und verstehen sollen, denn:
Der Weg der Bürgerbeteiligung soll konsequent weiter beschritten werden!

Nun soll, wie auf Anfrage zu erfahren war, am 20. November in der Vollversammlung des Stadtrates entschieden werden; ohne Vorberatung durch einen Ausschuss.

Sobald die Unterlagen zur Entscheidungsfindung veröffentlicht sind, werden Sie sie hier finden.

Danach gibt’s dann noch mal einen erneuten Anlauf, um die Stadtpolitik zu einer nachhaltigen Lösung unter Berücksichtigung der Bürgerbeteiligung zu bewegen.

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Bürgerversammlung für den 2. Stadtbezirk

am Donnerstag, 6. 11. 2014 im Zunfthaus, Thalkirchner Str. 78
Die Tagesordnung finden Sie im Kalender.

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Offene Mail an die Entscheidungsträger von CSU, SPD und Grünen/RosaListe im Stadtrat

Liebe Unterstützer von Dreimühlenviertel redet mit, liebe interessierte und engagierte Mitbürger,

ich habe an die Stadtratsfraktionen von CSU, SPD und Grünen/RosaListe eine offene Mail geschrieben, um eine “Basta!”-Entscheidung des Stadtrates für das Volkstheater im  Viehhof und damit auch schon eine bedeutende Vorfestlegung für die Nutzung des Geländes zu verhindern. Die Redaktionen von Süddeutscher, Merkur, Abendzeitung und Hallo München haben eine Kopie erhalten.

Hier die Mail im Wortlaut:

“Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte von CSU, SPD und Grünen/RosaListe,

der Presse war zu entnehmen, dass eine Entscheidung für den neuen Standort für das Münchner Volkstheater nun im November im Kulturausschuss und dann in der Vollversammlung fallen soll.
Ferner stand zu lesen, dass große Teile des Stadtrats auf der Basis des Gutachtens von DU Diederichs für den Standort Viehhof plädieren.

Ich möchte die Zeit bis zur Behandlung der Standortentscheidung nutzen, Sie zu einem Votum gegen den Standort Viehhof zu motivieren.

  • Eine Entscheidung gegen den Viehhof ist keine Entscheidung gegen Kultur!
    Sie entscheiden über den neuen Standort für das Volkstheater, nicht gegen eine neue Spielstätte.
    Und auch nicht gegen den Fortbestand des Münchner Volkstheaters.
    Sie entscheiden über eine sinnvolle und nachhaltige Investition, die dem MVT einen
    “angemessenen Rahmen” gemäß dem Unternehmenszweck der MVT GmbH bieten.
  • Eine Entscheidung für den Viehhof würde den Versuchen der Bürgerbeteiligung bei einem großen innerstädtischen Bau- und Entwicklungsprojekt zuwiderlaufen!
    Ein Bürger-Workshop zur zukünftigen Nutzung des Viehhofgeländes, der unter einer sehr großen Beteiligung der Bürger stattgefunden hat und an dem auch Vertreter von Kommunal- und Planungsreferat teilgenommen haben, hat eine Vielzahl von möglichen Nutzungen herausgearbeitet, die zukünftig auf diesem Gelände vorstellbar sind.
    Das Engagement und die Kreativität, die die Bürger in dieser mehrstündigen Veranstaltung an den Tag gelegt haben, würde durch eine
    “Basta!”-Entscheidung mit Füßen getreten!
    Gleichzeitig plädieren die Bürger Sendlings durch ihren Bezirksausschuss für die nachhaltige Nutzung der denkmalgeschützten Halle 1 auf dem Großmarktgelände!
  • Eine Entscheidung für den Viehhof ist zugleich eine Entscheidung für einen kostenintensiven Neubau mit enormen Folgekosten!
    Aus den Anlagen zur Beschlussentwurf zur abgesagten Juli-Sitzung können Sie entnehmen, dass jedes Neubauprojekt für das MVT über ca. 100.000.000 Euro liegt bzw. liegen wird, da das Zahlenwerk von DU Diederichs noch auf den den Daten des alten Nutzerbedarfsprogrammes basiert (13.200 m² statt nunmehr 16.000 m² BGF; plus 21,1%).
    Bei einem dramatischen Besucherschwund, den Sie dem Finanzdaten- und Beteiligungsbericht 2013 entnehmen können und einem Finanzhilfebedarf von mehr als 8.000.000 Euro in 2013 erscheint eine nachhaltige Lösung für die neue Spielstätte sinnvoll. Diese nachhaltige Lösung liegt in der Sanierung und Nutzung der denkmalgeschützten Halle 1 des Großmarktes!
  • Eine Entscheidung für die Sanierung und Nutzung der Großmarkthalle 1 ist eine Entscheidung für eine nachhaltige und sinnvolle Nachnutzung eines Baudenkmals!
    Entscheiden Sie sich für den Standort Großmarkthalle und ermöglichen Sie so eine sinnvolle und nachhaltige Nutzung, die auf die Bedürfnisse des Volkstheaters zugeschnitten werden kann. Entscheiden Sie gegen einen Neubau, der sehr großzügig dimensioniert erscheint und dessen Folgekosten den Finanzhilfebedarf des MVT explodieren lassen könnten! Eine Flächenverdoppelung bedeutet auch höhere Kosten bzw. Finanzhilfen.
  • Eine Entscheidung für die Sanierung der Großmarkthalle und die Nutzung als neue Spielstätte des MVT ist eine Entscheidung für Kultur im Doppelpack!
    Erhalt eines renommierten Kulturbetriebes und nachhaltige Nutzung eines Denkmals der Baukultur:
    Das könnte eine der besten Entscheidungen sein, die Sie je getroffen haben!
  • Bitte entscheiden Sie sich für den Standort Großmarkthalle!
  • Bitte entscheiden Sie im Sinne der Bürger!

Ich freue mich, wenn Sie diese Argumente in Ihre Entscheidung zur Standortfrage des Münchner Volkstheaters übernehmen würden und für einen Standort Großmarkthalle stimmen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Garella”

Wenn Sie meine Meinung teilen und selbst aktiv werden wollen, dann können Sie einfach den obenstehenden Text in Ihr Mailprogramm kopieren und manuell an die Fraktionen versenden; oder beziehen Sie sich einfach auf 3muehlen4tel.de .
csu-fraktion@muenchen.de
spd-rathaus@muenchen.de
gruene-rosaliste-fraktion@muenchen.de

Hier finden Sie die Mail als pdf, das Sie an Ihre Mail anhängen können.

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Volkstheater: Vorteil Viehhof?

So war es kürzlich in Merkur und SZ zu lesen, allerdings ohne Fragezeichen und damit schon eine Vorfestlegung zur Viehhofbebauung.

Das Fragezeichen hat allerdings seine Berechtigung, denn es werden in der aktuellen Diskussion einige Dinge durcheinander gewirbelt:

Es dauert zu lange, auf dem Großmarktgelände einen Neubau zu errichten.
Stimmt. Aber der Vorschlag der Sendlinger, die denkmalgeschützte Großmarkthalle sinnvoll und nachhaltig zu nutzen bezieht sich auf den Umbau der Halle! In dem Ablaufplan des Planungsbüros wird die Option des Umbaus der bestehenden Halle – ebenso wie der Neubau auf dem Viehhof – mit Fertigstellung in 2023 angegeben, aber nicht konkret ausgeführt (Anlage 1 der Beschlussvorlage aus dem Juli).
Für den Viehhof wird ein beschleunigter Ablauf geplant, für die Halle 1 aber nicht!

Die Kosten für einen Umbau der Großmarkthalle bis 2023 sind nicht aufgeführt.

Der Zuschussbedarf des Volkstheaters lag in 2013 bei einem dramatischen Besucherschwund bereits bei 8 Millionen Euro im Jahr, ziemlich genau 100 Euro je Besucher! Der Bedarf würde sich bei einer Investition von 100 Millionen für einen doppelt so großen Neubau wohl kaum reduzieren (siehe Finanz- und Beteiligungsbericht 2013 im nebenstehenden Kasten). Selbst ein möglicherweise deutlich günstigerer Umbau der Großmarkthalle 1 läßt die Frage zu, ob eine so große Nutzfläche und die damit verbundenen Kosten notwendig sind.

Ist es denn wirklich so, daß nur derjenige, der am meisten nörgelt, bekommt, was er will?
Leon bekommt sein Eis und Stückl bekommt seinen Neubau?

Nun soll wohl im November in Abstimmung verschiedener Referate eine Entscheidung im Stadtrat fallen.

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Carpaccio an Graffitti mit Gänsehaut

In der letzten BA-Sitzung (Feriensenat) kam es zur Sprache: Dem Kommunalreferat liegen diverse Anfragen zur Zwischennutzung des Viehhofgeländes vor.

Gleich mehrere Sterneköche wollen die Gaumen der Gourmets schon in diesem Winter verwöhnen. In der Anhörung wurden Namen nicht genannt, dem Vernehmen nach soll es sich um zwei Spitzenköche […] und um einen “Stadl” handeln.
[Update 28.08.14] In einem Merkur-Artikel schreibt Herr Vick, dass es Dementis von Seiten Herrn Schuhbecks und Herrn Senkels gibt und ein weiterer Interessent, da Fisch-Bäda, nicht über ungelegte Eier spricht.
Also auch noch Kaviar?[]

Da man erwarten muss, dass das Klientel zu solcherlei Veranstaltungen nicht mit Radl oder Bus, sondern im Auto kommt, liegt ein großes Augenmerk darauf, zusätzlichen Verkehr bei Anfahrt und Parkplatzsuche zu vermeiden.

Eine weitere Zwischennutzung im Mai des nächsten Jahres: Open Air mit tausend Fans von Erpelpelle.

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Eins-eins-null ist gerettet! Aufnahme in die Denkmalliste ist erfolgt

YESSSS! Wir haben es geschafft: In der Liste der Baudenkmäler ist nunmehr auch das kleine, unscheinbare Häuschen Thakirchner Str. 110 enthalten!

Das ist auch Ihrer Mithilfe zu verdanken und zeigt wieder einmal, dass sich bürgerschaftliches Engagement lohnt. Sonst wäre dieses Gebäude dem Abriss zum Opfer gefallen. Nun ist es Teil der Nr. D-1-62-000-7718 der Denkmalliste.

Vielen Dank Allen, die sich für den Erhalt eingesetzt haben. Weiter so!

[Update 27.08.]Auch die AZ berichtet über die Rettung von 110.
[Update 28.08.]Die Pressemeldung des Kommunalreferates.

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Kein Plan, keine Ahnung und der Rat, aufs Land zu ziehen

Das ist mein Resümee der BA-Veranstaltung vom Sonntag.

Kein Plan: Besser gesagt, es gibt lt. einem Behördenvertreter derzeit noch keine Planung für das Viehhofgelände. Stimmt, es gibt tatsächlich noch kein Blatt Papier, auf dem “Plan” steht. Aber im nächsten Monat soll im Kulturausschuss der Standort Viehhof für das Volkstheater festgelegt werden. “Zu diesem Zweck bedarf es neben der Prüfung der erforderlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen auf dem Viehhof Areal weiterführender baufachlicher Planungsuntersuchungen mit dem Ziel der Ausarbeitung einer qualifizierten Kosten- und Terminschätzung.” (Beschlussvorlage vom Juli)

Planungsuntersuchungen und Schätzungen gibt’s also erst Ende September. Ach so.

Kein Ahnung: Das war die Antwort auf die simple Frage, wieviele Wohnungen von den Studierenden geplant wurden. Auch die Erklärung zur sogenannten Geschossflächenzahl zeigte es überdeutlich: keine Ahnung.
Aus den Beschreibungen zu den Entwürfen: “Exklusive Wohnungen”, “besonderer Lifestyle”, “Verbindung von Implerstraße und Isar”.
Vielleicht eine Vorahnung? Ein Entwurf “hat eine dichte städtebauliche Setzung, die sich in den Stadtteil Sendling eingliedert…”.
Jawoll, denn ganz Sendling wünscht sich das Volkstheater als Nachnutzung der alten Großmarkthallen!

Der Rat, aufs Land zu ziehen: Kam von einem Besucher, der nach eigener Aussage nicht im Viertel wohnt und bezog sich darauf, dass die Stadt sich entwickelt und wem diese von Aussen hereingetragene Entwicklung -Urbanität ist immer das Zauberwort-  nicht passt, der solle doch aufs Land ziehen! Diese Aussage wurde von der Mehrheit der mittlerweile noch Anwesenden fast frenetisch bejubelt. Da bleibt mancher “Ideen-Workshop’ler” wortlos zurück.

Die Entwürfe sollen in Kürze irgendwo auf stb.ar.tum.de zu finden sein und eine weitere BA-Veranstaltung soll es Ende November geben.

[Update]Auf den Seiten des BA findet sich eine Kurzfassung der Entwürfe. (pdf, ca. 1 MB) und eine Bildergalerie der Entwürfe.

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Veranstaltung zur Zukunft des Viehhofes

Es geht also weiter: Der BA 2 lädt ein zu einer weiteren Veranstaltung zum Viehhofgelände.

Aus dem Newsletter:
“Konkret möchten wir Sie einladen zur Präsentation von Entwürfen, die
Studenten der TU gemacht haben, mit der Aufgabe das Viehhofgelände zu
beplanen.
Die Informationsveranstaltung des Bezirksausschuss 2: Ludwigsvorstadt –
Isarvorstadt (BA 2) findet statt
***am Sonntag 17. August um 16.00 Uhr***
im Zelt des Viehhof-Kinos
(Ecke Tumblingerstr / Ruppertstr)
Ausstellung und Diskussion von Studentenarbeiten
mit BA-Mitgliedern und Univ.-Prof. Sophie Wolfrum

***Davor, um 15.00 Uhr Führung über das Gelände**”

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Neue StuDIE zum Standort Viehhof

Meine persönliche StuDIE zum Standort des Volkstheaters (MVT) wurde nicht von der Stadt beauftragt und finanziert, sondern ist durch Stundenlanges Diskutieren, Informieren und Eruieren entstanden.

Das Ergebnis:
Ein Bühnenturm von 27 Metern Höhe an dem vorgeschlagenen Standort an der Ecke Zenetti- und Tumblingerstraße dürfte sich nur schwer verwirklichen lassen. Weiterlesen

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