Eins-eins-null ist gerettet!

Eins-eins-null ist gerettet! Aufnahme in die Denkmalliste ist erfolgt

YESSSS! Wir haben es geschafft: In der Liste der Baudenkmäler ist nunmehr auch das kleine, unscheinbare Häuschen Thakirchner Str. 110 enthalten!

Das ist auch Ihrer Mithilfe zu verdanken und zeigt wieder einmal, dass sich bürgerschaftliches Engagement lohnt. Sonst wäre dieses Gebäude dem Abriss zum Opfer gefallen. Nun ist es Teil der Nr. D-1-62-000-7718 der Denkmalliste.

Vielen Dank Allen, die sich für den Erhalt eingesetzt haben. Weiter so!

[Update 27.08.]Auch die AZ berichtet über die Rettung von 110.
[Update 28.08.]Die Pressemeldung des Kommunalreferates.


Ihre Reaktionen sind überwältigend. Deshalb finden Sie hier einen offenen Brief von Ecco Meineke sowie Auszüge aus vielen weiteren Unterstützer-Mails.


München, 3.Juni 2014

Thalkirchnerstr. 110 – Wunsch eines Bürgers

Was ist schon ein kleines leerstehendes Backsteinhäuschen, wird man sich fragen? Nun. Der amerikanische Bestsellerautor Douglas Adams beschrieb vor Jahren in seiner Romanreihe “Per Anhalter durch die Galaxis”, wie der unnötige Bau einer Umgehungstrasse das Ende des Planeten Erde verursachte.

Es ist noch nicht lange her, da ging es in Rathaus und Presse um die Frage, wie hoch ein Hochhaus sein dürfe, auf das man vom Siegestor aus blicken müsse. Der einstige OB Ude hatte dazu eine Meinung, die auch gehört wurde…

Ich wohne mit Unterbrechungen seit nahezu 30 Jahren in diesem Viertel,
seit einigen Jahren in der Reifenstuelstrasse. Vieles hier steht unter Denkmalschutz. Aber was ist ein Denkmal umstellt von Hochhäusern?
Der Charme einer Strasse besteht nicht nur darin, schöne Fassaden zu zeigen.
Auch wo eine Strasse beginnt und wo sie aufhört, welche Sicht, welche Freiheit sie verheisst, spielt eine Rolle. Das gesamte Ensemble des Viehhofs ist von Backsteinarchitektur umgeben. Diese gibt dem Viertel nach Westen hin eine charmante Umgrenzung. Bei einem Abriss dieses Häuschen hingegen wird wird ein Lücke entstehen, ein grosses Fragezeichen, eine Drohung nach dem Motto: “Bürger, schau her, yes we can!”
Wer nun an der Bushaltestelle stehen wird, wird sich vor Wind und Wetter ducken.

Und damit kommen wir zu einer weit empfindlicheren Konsequenz:
Ein in letzter Zeit immerwiederkehrendes Mantra der politischen Klasse lautet “Bürgerbeteiligung”, denn an dem sinkenden Interesse der Bürger für Wahlen und Parteien, wie zuletzt bei den Europawahlen kann man ablesen, dass hier es die Grundfesten der Gesellschaft erschüttert, wenn pausenlos und ohne gefragt zu werden ein Backsteinhäuschen nach dem anderen verschwindet. Doch waren da nicht eben erst – es sind kaum zwei Wochen her – wie durch Zauberei über hundert Bürger in euphorischer Stimmung zusammengekommen zu einem Ideenwettbewerb?

Statt sich dankbar zu zeigen, dass es offenbar doch noch Engagement gibt, soll einem die Substanz, über die man sich Ideen bildet, vor der Nase abgerissen werden. Was wird aus Kindern, denen man die Zeichenblöcke entwendet und zerreisst? Traurige, vielleicht auch böse Kinder.

Was ist schon ein kleines leerstehendes Backsteinhäuschen, wird man sich fragen? Ich jedenfalls möchte, dass die Thalkirchnerstr.110 erhalten bleibt.

Mit freundlichen Grüssen
Ecco Meineke


Sehr geehrte Frau Haas,
sehr geehrte Damen und Herren,

das unscheinbare Gebäude Thalkirchner Straße 110 prägt samt der Mauer entlang der Thalkirchner Straße den Charakter des ehemaligen Schlacht- und Viehhofs zum Viertel hin und sollte auf keinen Fall ohne Gesamtplanung für das Gelände aufgegeben werden. Der geplante Abriss isoliert nicht nur das angrenzende Denkmal Thalkirchner Straße 112 von seinem historischen Zusammenhang. Der Abriss zum jetzigen Zeitpunkt zerstört ohne Not das Ensemble und leistet unerwünschten „Übergangsnutzungen“ (Verwahrlosung, Vandalismus usw.) Vorschub. Es ist ausserdem zu befürchten, dass bei isolierter Planung für dieses einzelne Grundstück hier ein Bauwerk entstehen könnte, das eine wirkungsvolle Gesamtplanung sehr erschwert.

Ich wünsche mir, dass auf des ehemaligen Schlacht- und Viehhofs ein Miteinander von Kultur, Wohnen und Wirtschaft entsteht, das den Charakter der letzten Nutzung aufgreift und so ein  münchen-typisches, weit über den Stadtteil hinaus bedeutsames Areal wachsen kann. Dass diese Idee von vielen Bürger unterstützt wird, hat die Bürgerwerkstatt vom 15.05.2014 bewiesen.

Und diese Perspektive soll jetzt schon aufgegeben werden?

Ich bin entsetzt darüber, mit welcher Geschwindigkeit in unserem München schon wieder einmal vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen im sensiblen Umfeld eines Denkmal-Areals das zur Überplanung ansteht. Waren es wieder einmal nur Lippenbekenntnisse, die zur Anhörung der Bürger bei der Bürgerwerkstatt Viehhof am 15.05.2014 geführt haben? Kann es sein, dass die Unterstützung der neu gegründeten Geschichtswerkstatt Isarvorstadt nur den Charakter eines Feigenblattes hat? Oder ist es nur wieder einmal die Unfähigkeit der Referate unserer Stadt, miteinander zu kommunizieren?

Ich appelliere dringend an den Bezirksausschuss, den Vorfall mit der Bitte um die Befürwortung eines Moratoriums für alle Bauten und Flächen auf dem Areal des Schlacht- und Viehhofes dem Denkmalrat der Stadt vorzulegen. Vielleicht lässt sich für die vorübergehende Betreuung und Unterhaltung dieses und anderer Gebäude eine Gruppe von Bürgerpaten finden, die es den zuständigen städtischen Abteilungen erleichtern, die Bauten für die Dauer des Moratoriums stehen zu lassen. So würde Zeit gewonnen für eine Gesamtplanung, die alle Bauten des Areals bewertet und in die Überlegungen einbezieht.

Gerne unterstütze ich den Erhalt des Gebäudes in der einen oder anderen Weise. Gibt es eigentlich eine aussagekräftige Dokumentation des Gesamtgeländes über die denkmalgeschützten Gebäude hinaus? Eine solche Darstellung, die sich auch in einfacher Form realisieren ließe, erleichtert erfahrungsgemäß die Argumentation, wenn es um den Erhalt einzelner Bauten geht. Denn es steht wohl zu befürchten, dass der Vorschlag zum Abriss der Thalkirchner Straße 110 nur den ersten Schritt einer Zerstörung des Ensembles darstellt.

Mit herzlichem Gruß


S.g. Damen und Herren des Bezirksausschuss München 2 / Isarvorstadt,

mit großem Bedauern habe ich von einem geplanten Gebäudeabriss und eventuellen Baumfällungen am Viehhofgelände gehört.
Die geschichtsträchtigen und schönen Backsteingebäude,- Teile eines der wenigen alten Blankziegel-Ensembles von München -, sollten soweit wie möglich erhalten bleiben.
Dies betrifft aktuell ein umrandendes Gebäude in der Thalkirchnerstr. 110 samt Garten. Die in weiten Teilen zerbombte Stadt München, sollte jeden Altbau versuchen zu sanieren.
Schöne Bausubstanz und Baumbestand wertet unser Viertel auf und sollte nicht leichtfertig abgerissen werden, insbesondere dann nicht, wenn man sie erhalten könnte.

Freundliche Grüße,


Sehr geehrte Damen und Herren,

aus unterschiedlichen Quellen habe ich vom geplanten Abriss des Backsteinhäuschens in der Thalkirchnerstr. 110 gehört. Damit wäre noch vor dem Beschluss über die künftige Nutzung des Schlachthof-Karees und vor der planmäßigen Neubebauung des Viehhofes eine empfindliche Lücke in den alten Bestand gerissen, außerdem sollte das Haus aus Ensembleschutzgründen bestehen bleiben, damit der Viehhof seinen Charakter behält. Das Anwesen Thalkirchnerstr.112, das ist das große Backsteinhaus, ist denkmalgeschützt und somit vor dem Abriss geschützt, aber das kleine Backsteingebäude Thalkirchnerstr.110 ist leider ohne Schutz, es gehört aber unbedingt auch zum Ensemble dazu, außerdem ist da ein kleiner erhaltungswürdiger Garten dabei. Ich und viele Münchner BürgerInnen sind dagegen, den Charakter des Viertels und des Viehhofgeländes so einschneidend zu verändern, deshalb bitte Sie, von einem Abriss des Hauses Abstand zu nehmen.

mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Frau Haas,

durch einen Zufall habe ich Heute erfahren, daß von Seiten der
Stadt München geplant ist, das Häuschen Thalkirchner Straße 110
abzureißen um einen Neubau zu erstellen. Erstens überrascht mich dieses Vorhaben, da es doch den Anschein hatte, daß nach allgemeiner Auffassung für den Viehhof besondere Maßstäbe in Punkto Erschließung und Neubebauung gelten, zweitens hat dieser Backsteinbau sich perfekt ins umliegende Ensenble aus den gleichen Materialien eingefügt. Es wäre
wirklich wünschenswert, wenn man an dieser Stelle von vorschnellen
Handlungen bzw. Abriss bestehender Gebäude absieht bevor Konzepte für dieses Areal vorliegen. Ein Neubau, nach der heutigen Bauweise, würde diesen Gründstücksteil insgesamt beschädigen,
Eine Einzelmaßnahme an dieser Stelle ist nicht sinnvoll, ja verhängnissvoll, da es der Gesamtplanung sicherlich im Wege steht.
Ich bitte Sie deshalb sich im BA für eine Erhaltung dieses Gebäudes
einzusetzen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen


sehr geehrte damen und herren,

der ideen-workshop zur zukunft des viehhofs war eine sehr gute veranstaltung! erhaltung des speziellen charakters diese areals war ein deutliches anliegen der bürger.
wir haben aber festgestellt, dass an der thalkirchner straße das kleine gebäude nr. 110 nicht unter denkmalschutz steht.
um einer gefährdung des schönen geschlossenen ensembles von nr 112 und nr 110 durch veränderung vorzubeugen, bitten wir den BA eine eintragung von nr 110 in die denkmalliste zu beantragen.

mit freundlichen grüßen


Sehr geehrte Frau Haas,

mit großer Bestürzung musste ich kürzlich aus der Zeitung erfahren, dass das alte Backsteinhaus Thalkirchner Str. 110 kurz vor dem Abriss stehen soll.
Ich selbst wohne seit 1998 in dem Viertel und geniese jedesmal, wenn ich an der Bushaltestelle Ehrengutstr. , den Charme dieses Ensembles aus einer fast vergessenene Zeit.
Völlig unverständlich ist mir, warum dieser Plan so hinterrücks publik wird, obwohl es vor 2 Woche ersteine Ideenwerkstadt zur zukünftigen Nutzung des Viehhofgeländes gegeben hat, die auf große Resonanz in der Bevölkerung gestoßen ist.
Bitte setzen Sie sich mit dafür ein, dass dieses Symbol des Viehofs nicht der Abrissbirne weichen muss und eine Lücke entsteht, die dem historischen Wert verschandelt !
Vielen Dank !


Sehr geehrte Frau Haas,

Beim Kampf gegen Bahnlärm haben wir uns kennengelernt. Nun geht es gegen die Beeinträchtigung des Stadtbildes im Stadtviertel durch den geplanten Abbruch des Gebäudes Thalkirchner Straße 110.

Mit Stadtgestaltung und weitsichtiger Stadtplanung haben Stadtpolitik und Stadtverwaltung seit Jahrzehnten leider nicht viel im Sinn. Für mich sichtbar begann dieses kulturfeindliche Treiben, als um 1960 das Geburtshaus von Richard Strauß abgerissen worden ist. Als eines der wenigen mittelalterlichen Häuser München – mit der charakteristischen Himmelsleiter-Treppe – hatte es den 2. Weltkrieg überstanden und fiel dann einer Entscheidung der Stadtverwaltung zum Opfer, um einem inzwischen ebenfalls schon wieder abgerissenen Kaufhaus Platz zu machen. Irgendeine Ausrede finden Stadtpolitik und Stadtverwaltung immer, wenn es darum geht, ein liebenswertes Stück München zu beseitigen. Große und wohltuende Lösungen wie den Generalbebauungsplan von Theodor Fischer aus dem Jahr 1901 will man nicht mehr aufstellen. Wo käme man denn hin, wenn man den Bodenspekulanten einschneidende Vorschriften machen würde! Also zerstört man lieber Schritt für Schritt die früheren Gartenstädte – oder plant den Abriß des Gebäudes Thalkirchner Straße 110 oder anderer Gebäude, um häßlicheren Bauten Platz zu machen. So viel Energie können wir mit Energiesparlampen gar nicht einsparen, wie täglich mit dem Abbruch von Gebäuden verschwendet wird, die sich gut sanieren ließen.

Ich unterstütze Ihre Petition gegen den Abriß nachdrücklich.

Mit den besten Wünschen für einen Erfolg


Ich bin gegen Abriss des Backsteinhäuschens in der Thalkirchnerstr. 110, da dies ein denkmalgeschütztes Gebäude ist, das den besonderen Charakter des Dreimühlenviertels und auch den der Stadt München wiederspiegelt und mitunter den besonderen Flair dieses Stadtteils prägt. Es ist der falsche Ansatz anzunehmen, dass neue Gebäude vorteilhafter wären und eine ebenso große Anziehungskraft ausstrahlen würde. Gerade alte, denkmalgeschützte Gebäude machen die Besonderheit eines Stadtbildes aus, weswegen man sich als Bürger oder auch als Tourist in diesem Viertel bzw. in dieser Stadt wohlfühlt. Außerdem kann man mit guten, sinnvollen Ideen dieses schöne, alte Gebäude sicherlich gut nutzen, so dass es auch wieder einen Sinn und Zweck erfüllt.


Hallo,

ich bin für den unbedingten Erhalt des Gebäudes!
Wohne zwar im Glockenbachviertel, welches weiterhin vergewaltigt
wird!
Ich kenne das alte Backsteingebäude und spreche mich für den Erhalt aus.
Die Stadt München signalisiert sehr deutlich seit Jahren mit lapidaren
Aussagen, der Erhalt lohne sich nicht mehr!
Es ist unglaublich was in dieser Stadt schon angerichtet worden ist und
weiter verfolgt wird, um jedes Flair auszulöschen.
Bitte nicht abreissen!

Mit erfolgreichen Grüssen


Sehr geehrte Frau Haas!

Ich finde es toll, dass Sie sich engagieren, die Stimme erheben.
Ich möchte Sie hiermit unterstützen um den Charm & Charakter des Viehhofs zu erhalten und es nicht angehen kann, dass man per Zufall vom Abriss erfährt.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Erhalt des Hauses Thalkirchner Strasse 110 liegt mir sehr am Herzen.
Dieses Haus trägt wesentlich zum Gesamtbild und Charme des Viertels bei. Eben diese Gebäude sind es, die das Viertel aufwerten. Sie haben Geschichte und verbinden so Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise.
Ist es nicht zeitweilen angebracht, ideelle Werte über kurzfristige wirtschaftliche Interessen zu stellen?
In München stehen wahrlich genug Gebäude leer. Ich bin fest davon überzeugt, dass es genügend Interessenten gibt, die das Gebäude gerne nutzen würden.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Frau Haas,

ich habe Ihren Bericht in der Hallo gelesen und finde das hier auf jeden
Fall Einhalt geboten werden muss und das Gebäude in der Thalkirchner
Straße 110 zu erhalten ist. Solch schöne und mit Leben und Gefühl
verbundene Gebäude sind der besondere Reiz den München ausmacht und es
ist immer wieder erschreckend zu beobachten wie durch sterile Neubauten
der besondere Reiz Münchens verschwindet.

Aus diesem Grund muss dieses Gebäude erhalten bleiben und entsprechend
saniert werden, auch um den Bürgern ein bisschen “Heimat” und alte
Verbundenheit zu erhalten und den neuen Bewohnern zu verdeutlichen was
hier mal für ein Viertel bzw. eine Nutzung war, damit die Identität des
Viertels spürbar und erhalten bleibt.

In diesem Sinne unterstütze ich Ihren Protest sehr gerne.

Mit freundlichen Grüßen